Der Erfahrungsbericht von der Praktikantin Sarah

Für zwei Monaten hat die Praktikantin Sarah – eine Studentin der Uni Mainz für Buchwissenschaft – ein Praktikum im Lektorat und Texterstellung gemacht und berichtet nun von Ihrer Erfahrung.

Ich bin Sarah, Studentin der Buchwissenschaft an der Uni Mainz, Praktikantin bei Nextbookup Crowdfunding-Verlag und Mutter von vier zauberhaften Töchtern.

Jetzt, da sich mein Praktikum dem Ende zu neigt, bat Herr Frank, Geschäftsführer und Verleger von Nextbookup, mich, einen zusammenfassenden Bericht über eben jenes Praktikum zu schreiben.

Fangen wir am Anfang an. Mein Lebenslauf widerspricht jeder Idealvorstellung des geradlinigen, karriereorientierten, perfekten Lebenslauf. Trotz Besuch des Gymnasiums entschloss ich mich nach der 10. Klasse eine Ausbildung zu beginnen. Eine Ausbildung zur Informatikkauffrau. Während meiner Ausbildung lernte ich meinen Ehemann kennen. Tja, am Tage meiner mündlichen Abschlussprüfung ging ich in Mutterschutz. Einen Monat später wurde meine erste Tochter geboren. Der Elternzeit folgte erneuter Schulbesuch, mit dem Ergebnis: Abi!!! Dann noch ein Jahr in Kanada und endlich begann ich mein Studium der Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Moment! Buchwissenschaft? Was ist denn das?

Nun, Buchwissenschaft gehört zu den eher seltenen Studiengängen. Genauer gesagt gibt es nur vier Universitäten in Deutschland, die diesen Studiengang anbieten. Die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, die Friedrich Alexander-Universität in Erlangen, die Friedrich Maximilian-Universität in München und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Die Inhalte des Studiums reichen von historischen Forschungsfragen zur Produktion oder Distribution über unter anderem die Geschichte des Taschenbuchs bis hin zu Fragen zu den aktuellen medialen Umbrüchen, also Ebooks und Apps als Konkurrenz zum gedruckten Buch.

Im Rahmen des Seminars „Buch und Internet“ bin ich auf den damals noch in Gründung befindlichen Nextbookup Crwodfunding-Verlag gestoßen. Da ich mein Referat zu dem Thema „Crowdfunding in der Buchbranche“ halten wollte, kontaktierte ich Herrn Frank und war überaus glücklich, von ihm, trotz der stressigen Gründungsphase, in der er sich gerade befand, ausführliche Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Mein Referat war ein voller Erfolg und die Idee hinter Nextbookup faszinierte mich.

Im Verlaufe des Buchwissenschaft-Studiums ist ein Praktikum zwingend vorgeschrieben. Dies stellte mich vor einige Probleme:

1. Wohnen wir mittlerweile in Nordhessen, die Anzahl der hier ansässigen Verlage ist, naja, sagen wir: gering.

2. Ist die Kinderbetreuung ziemlich dürftig. Wo nehme ich also ein Praktikum her, bei dem ich möglichst von zu Hause arbeiten kann und dann noch Teilzeit und flexibel?

Ich war ziemlich verzweifelt. Bis mir Herr Frank und der Nextbookup Crowdfunding-Verlag einfielen. Und richtig, Herr Frank erwies sich als sehr aufgeschlossen neuen Arbeitszeit- und –platz Modellen gegenüber. Er war gerne bereit das Experiment „Praktikum in Heimarbeit und Teilzeit“ in Angriff zu nehmen. Zumindest ich habe es nicht bereut.

Der Kontakt lief hauptsächlich per Email und Telefon, denn da unsere Internetverbindung extrem langsam ist, war Skype leider keine Option. Aber auch ohne Skype funktionierten die Absprachen und Meetings sehr gut. Montags und Freitags gab es meist ein 30-minütiges Telefon-Meeting. Dieses Meeting diente der Besprechung neuer Aufgaben und der Klärung eventuell aufgetretener Fragen.

In den 170 Stunden Praktikum durfte ich vier Roman-Manuskripte lektorieren, die jeweiligen Klappentexte und passende redaktionelle Texte verfassen. Die Manuskripte sendete mir Herr Frank per Email, als Word-Dokument. Ich lektorierte und sendete das Manuskript zurück. Völlig unkompliziert. Und ich hatte noch nie so viel Spaß dabei vor einem PC zu sitzen, wie in diesen 170 Stunden.

Nach diesem Praktikum ist für mich auf jeden Fall klar, dass Lektorat mein Berufsziel ist.

Jedem, der ein spannendes Praktikum, in Heimarbeit, bei einem innovativen Verlag sucht, kann ich den Nextbookup-Crowdfunding-Verlag ans Herz legen.

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